Als Mahnung und zur Erinnerung Die Friedensgemeinschaft Berg am Laim

Seit 30 Jahren pflegt die Friedensgemeinschaft Berg am Laim die von Hugo Grunenberg begonnene Erinnerungskultur. Zur Friedensgemeinschaft Berg am Laim gehören die Pax Christi-Gruppe St. Michael, die Offenbarungskirche, die Münchner Volkshochschule-Stadtbereich Ost sowie der Bezirksausschuss 14 Berg am Laim.

Die Tagebuchaufzeichnungen von Else Behrend-Rosenfeld "Ich stand nicht allein" bewogen den am Michaeli-Gymnasium tätigen Geschichtslehrer Erich Kasberger und seine Klasse im Jahr 1985 zu dokumentieren, dass es wirklich ein Internierungslager für Juden in Berg am Laim gegeben hatte und Deportationen in den Osten Europas stattgefunden hatten.

Die Münchner Juden wurden nach der Reichspogromnacht 1938 systematisch aus ihren Wohnungen vertrieben, in Berg am Laim und Milbertshofen in Lager gebracht und zur Zwangsarbeit verpflichtet. Die Arisierungsstelle in München kontrollierte die Unterbringung. Die Barmherzigen Schwestern mussten dafür den ehemaligen Nordflügel des Klosters zur Verfügung stellen. Über die Verbote von Umgang und Unterstützung setzten sie sich vielfach hinweg und erleichterten den Juden so den Alltag und die Angst vor Demütigung und Deportation.

Seit 1987 erinnern ein steinernes Mahnmal, das die ehemalige Eingangs-pforte verschließt, und eine Gedenktafel für die jüdische Wirtschaftsleiterin Else Rosenfeld an die ehemalige "Heimanlage für Juden Berg am Laim".

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